Warum entstehen Bläschen beim Dipping Powder?
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Kleine Bläschen, Körnchen oder unruhige Stellen können während des Aufbaus oder erst nach der Versiegelung sichtbar werden.
Bevor die Ursache gesucht wird, sollte deshalb zunächst geprüft werden, ob es sich tatsächlich um eingeschlossene Luft oder um eine ungleichmäßige Powder-Oberfläche handelt.
Bläschen oder Unebenheiten unterscheiden
Nicht jede Erhebung in der Modellage ist ein Luftbläschen. Je nach Aussehen und Zeitpunkt können unterschiedliche Ursachen infrage kommen.
- Luftbläschen: kleine runde Einschlüsse innerhalb einer flüssig aufgetragenen Schicht.
- Powderkörnchen: einzelne Partikel, die auf einer nicht vollständig entstaubten Oberfläche liegen.
- Dicke Stellen: Bereiche, an denen zu viel Base oder Powder aufgenommen wurde.
- Unruhige Oberfläche: ungleichmäßig verteiltes Material oder hervorstehende Effektpartikel.
Die genaue Ursache lässt sich nicht allein anhand der Bezeichnung „Bläschen“ feststellen.
Wann werden die Stellen sichtbar?
Der Zeitpunkt, zu dem die Unebenheiten sichtbar werden, kann einen Hinweis auf den betroffenen Arbeitsschritt geben:
- Sind sie bereits nach dem Dippen sichtbar, sollte der Base- und Powder-Auftrag überprüft werden.
- Erscheinen sie erst nach dem Feilen, können tiefer liegende ungleichmäßige Schichten sichtbar geworden sein.
- Treten sie erst beim Topcoat auf, sollte die Verarbeitung der Versiegelung kontrolliert werden.
Base dünn und gleichmäßig auftragen
Eine dick oder ungleichmäßig aufgetragene Base nimmt mehr Powder auf als eine dünne Schicht. Dadurch kann der Aufbau stellenweise höher oder unruhiger werden.
Beim Auftragen sollte deshalb:
- nur die benötigte Menge Base am Pinsel verbleiben,
- die Base dünn und gleichmäßig verteilt werden,
- nicht unnötig oft über bereits bearbeitete Stellen gestrichen werden,
- und ausreichend Abstand zur Nagelhaut eingehalten werden.
Mehrere dünne Schichten lassen sich häufig kontrollierter aufbauen als eine einzelne sehr dicke Schicht.
Powderreste gründlich entfernen
Lose Powderreste und Staub können beim nächsten Base-Auftrag eingeschlossen werden. Sie bilden eher kleine Körnchen und Unebenheiten als echte Luftblasen.
Vor jeder weiteren Schicht sollte loses Powder deshalb vorsichtig und vollständig entfernt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die vorherige Schicht ausreichend fest ist.
Den Pinsel nicht unnötig im Produkt bewegen
Auch bei flüssigen Nagelprodukten sollte der Pinsel kontrolliert verwendet werden. Starkes Rühren, wiederholtes schnelles Streichen oder ein überladener Pinsel können einen gleichmäßigen Auftrag erschweren.
Bei der Entnahme des Pinsels sollte überschüssiges Material vorsichtig am Flaschenhals abgestreift werden. Der Pinsel sollte nicht in der Flasche auf- und abgepumpt werden.
Fast-Dry-Powder geplant verarbeiten
Fast-Dry-Powder reagieren schneller mit der dafür vorgesehenen Base. Deshalb sollten Base-Auftrag und Powder-Aufnahme vorab geplant werden.
Zügiges Arbeiten bedeutet nicht, hektisch oder wiederholt über dieselbe Stelle zu streichen. Eine dünne, gleichmäßige Schicht sollte gezielt aufgetragen und anschließend direkt mit dem Powder verarbeitet werden.
Glitzer- und Effektpartikel berücksichtigen
Bei Glitzerpowdern oder Flakes können einzelne Effektpartikel aus der Oberfläche herausstehen. Diese Stellen können wie Bläschen oder Unebenheiten aussehen, obwohl keine Luft eingeschlossen ist.
Je nach Design kann eine zusätzliche Schicht Clear Powder helfen, gröbere Effektpartikel einzubetten und eine gleichmäßigere Oberfläche für das anschließende Feilen zu schaffen.
Produkt und Pinsel kontrollieren
Wenn Bläschen oder Unebenheiten plötzlich auftreten, obwohl die bisherige Technik funktioniert hat, sollten auch Base und Pinsel überprüft werden.
Achte dabei auf:
- eine sichtbar veränderte oder ungewöhnlich dicke Konsistenz,
- verklebte oder verhärtete Pinselhaare,
- Powderreste am Pinsel,
- oder Verunreinigungen im Flaschenhals.
Ein deutlich verändertes Produkt sollte nicht eigenständig verdünnt werden. Maßgeblich sind die Hinweise des Herstellers.
Checkliste bei Bläschen und Unebenheiten
- Prüfen, in welcher Schicht die Stelle erstmals sichtbar wird.
- Base dünn und gleichmäßig auftragen.
- Nicht unnötig oft über dieselbe Stelle streichen.
- Lose Powder- und Staubreste vollständig entfernen.
- Überschüssiges Powder nach jeder Schicht abbürsten.
- Pinsel und Konsistenz der Base kontrollieren.
- Glitzer- und Effektpartikel bei Bedarf mit Clear Powder einbetten.
Fazit
Nicht jede unruhige Stelle ist ein echtes Luftbläschen. Powderreste, zu viel Base, grobe Effektpartikel oder eine ungleichmäßige Materialverteilung können optisch sehr ähnlich wirken.
Der wichtigste Schritt ist deshalb, zunächst festzustellen, wann und in welcher Schicht die Unebenheit entsteht. Erst danach lässt sich der betreffende Arbeitsschritt gezielt korrigieren.
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