Fast Dry Powder oder klassisches Dipping Powder – was ist der Unterschied?

Fast Dry Dipping Powder und klassisches Dipping Powder gehören beide zu den Dip-Systemen. Der wesentliche Unterschied liegt in der Verarbeitung und in der verfügbaren Arbeitszeit.

Welches System besser zur eigenen Arbeitsweise passt, hängt deshalb nicht davon ab, welches grundsätzlich „besser“ ist. Entscheidend ist, mit welchem Arbeitsablauf du kontrollierter zurechtkommst.

Wie funktioniert klassisches Dipping Powder?

Beim klassischen Dipping Powder wird Base aufgetragen und anschließend das Powder aufgenommen. Farbe und Aufbau entstehen durch mehrere aufeinanderfolgende Base- und Powder-Schichten.

Nachdem der komplette Powder-Aufbau fertiggestellt ist, wird Aktivator aufgetragen. Die Modellage muss ausreichend aushärten, bevor sie gefeilt und geglättet wird.

Aktivator kommt niemals zwischen die einzelnen Powder-Schichten.

Wie funktioniert Fast Dry Dipping Powder?

Fast Dry Dipping Powder ist für einen schnelleren Arbeitsablauf innerhalb des dafür vorgesehenen NailDip-Systems ausgelegt.

Auch hier werden Base und Powder schichtweise verarbeitet. Durch den schnelleren Arbeitsablauf ist ein kontrollierter und sauberer Base-Auftrag besonders wichtig.

Fast Dry bedeutet dabei nicht, dass hektisch gearbeitet werden soll. Die einzelnen Arbeitsschritte sollten weiterhin kontrolliert ausgeführt werden.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

  • Classic: bietet mehr Zeit für den kontrollierten Auftrag.
  • Fast Dry: ist für einen schnelleren Arbeitsablauf ausgelegt.
  • Bei beiden Systemen werden Base und Powder schichtweise verarbeitet.
  • Bei beiden Systemen sollte unnötig dicker Materialauftrag vermieden werden.
  • Aktivator wird bei beiden Systemen niemals zwischen die einzelnen Powder-Schichten aufgetragen.

Braucht Fast Dry Dipping Powder Aktivator?

Bei NailDip empfehlen wir auch bei Fast Dry Dipping Powder die Verwendung des Aktivators.

Zuerst wird der komplette Powder-Aufbau fertiggestellt. Anschließend empfehlen wir den Aktivator nach der letzten Powder-Schicht.

Nachdem die Modellage ausreichend ausgehärtet ist, kann sie gefeilt und geglättet werden.

Besonders bei einem stärkeren Aufbau sowie bei Glitzer- und Effektpowdern empfehlen wir diesen Aktivator-Schritt.

Fast Dry: Powder-Aufbau → Aktivator → aushärten lassen → feilen.

→ Wofür braucht man Aktivator beim Dipping Powder?

Was passiert nach dem Feilen?

Der weitere Ablauf hängt davon ab, welchen Topcoat du verwendest.

UV-/LED-Topcoat

Bei einem UV-/LED-Topcoat wird nach dem Feilen kein zweites Mal Aktivator aufgetragen.

Powder-Aufbau → Aktivator → aushärten lassen → feilen → UV-/LED-Topcoat.

Velair 2in1 Topcoat

Beim Velair 2in1 Topcoat wird nach dem Feilen erneut Aktivator aufgetragen.

Powder-Aufbau → Aktivator → aushärten lassen → feilen → erneut Aktivator → Velair 2in1 Topcoat.

Unterschiede beim Arbeiten

Der Unterschied zwischen Classic und Fast Dry kann sich besonders beim Base-Auftrag und bei der verfügbaren Zeit für die einzelnen Arbeitsschritte bemerkbar machen.

Wer beim Auftragen mehr Zeit benötigt, kann die Arbeitsweise des klassischen Systems als angenehmer empfinden. Wer bereits kontrolliert und zügig arbeitet, kann mit Fast Dry gut zurechtkommen.

Das ist keine Frage von besser oder schlechter, sondern davon, welcher Arbeitsablauf zur eigenen Technik passt.

→ Warum Kontrolle beim Dipping wichtiger ist als Schnelligkeit

Glitzer- und Effektpowder

Glitzer, Flakes und andere Effektbestandteile können die Struktur eines Powders verändern. Dadurch kann sich ein Effektpowder beim Auftragen und später beim Feilen anders verhalten als ein fein gemahlenes Fullcover-Powder.

Bei Fast Dry Glitzer- und Effektpowdern empfehlen wir den Aktivator nach der letzten Powder-Schicht besonders.

→ Warum sich Glitzerpowder anders verarbeiten können

Welches System passt besser zu mir?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Classic kann sinnvoll sein, wenn du beim Base-Auftrag mehr Arbeitszeit bevorzugst. Fast Dry kann zu dir passen, wenn du einen zügigeren Arbeitsablauf möchtest und die Base bereits kontrolliert auftragen kannst.

Auch Nagellänge, Nagelform, gewünschter Aufbau und die eigene Verarbeitungstechnik spielen eine Rolle.

Ein Systemwechsel löst nicht jedes Problem

Wenn eine Modellage nicht wie gewünscht hält, bedeutet das nicht automatisch, dass Classic oder Fast Dry die Ursache ist.

Auch Naturnagelvorbereitung, Base-Auftrag, Materialverteilung, Feiltechnik, Versiegelung und die Beanspruchung der Nägel können die Haltbarkeit beeinflussen.

→ Warum Nägel trotz guter Produkte nicht immer halten

Fazit

Fast Dry und klassisches Dipping Powder unterscheiden sich vor allem in ihrem Arbeitsablauf und in der verfügbaren Verarbeitungszeit.

Classic bietet mehr Zeit beim Arbeiten, während Fast Dry für einen schnelleren Arbeitsablauf ausgelegt ist. Welches System besser passt, hängt deshalb vor allem von der eigenen Verarbeitungstechnik ab.

Bei NailDip empfehlen wir auch bei Fast Dry den Aktivator nach der letzten Powder-Schicht und vor dem Feilen. Zwischen den einzelnen Powder-Schichten wird niemals Aktivator verwendet.

→ Weitere Nagelsysteme vergleichen

→ Zur Übersicht des NailDip Guides

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