Aktivator richtig anwenden: häufige Fehler

Beim Dipping Powder kommt es beim Aktivator nicht nur darauf an, dass er verwendet wird, sondern auch darauf, wann und wie er eingesetzt wird.

Einige Anwendungsfehler lassen sich leicht vermeiden. Besonders wichtig: Aktivator kommt niemals zwischen die einzelnen Powder-Schichten.

Fehler 1: Aktivator zwischen den Powder-Schichten verwenden

Der komplette Aufbau wird zunächst mit Base und Powder gearbeitet.

Erst nach der letzten Powder-Schicht kommt der Aktivator zum Einsatz. Das gilt auch dann, wenn mehrere Schichten für Farbe oder Aufbau benötigt werden.

Richtig: Powder-Schichten fertigstellen → Aktivator → aushärten lassen → feilen.

Fehler 2: Bereiche beim Aktivator-Auftrag auslassen

Der Aktivator sollte gleichmäßig auf die fertige Modellage aufgetragen werden.

Werden einzelne Bereiche nicht ausreichend erreicht, kann die Modellage dort beim anschließenden Feilen anders reagieren.

Deshalb sollte beim Auftrag darauf geachtet werden, die gesamte Modellage zu erfassen.

Fehler 3: Zu früh mit dem Feilen beginnen

Nach dem Auftragen des Aktivators sollte nicht sofort mit dem Feilen begonnen werden.

Der Aktivator benötigt Zeit, um einzuziehen beziehungsweise seine Wirkung im aufgebauten Material zu entfalten.

Erst wenn die Modellage ausreichend ausgehärtet ist, wird sie gefeilt und geglättet.

Fehler 4: Nach dem Feilen automatisch noch einmal Aktivator verwenden

Ob nach dem Feilen erneut Aktivator benötigt wird, hängt beim NailDip-System vom verwendeten Topcoat ab.

Bei UV-/LED-Topcoat

Wurde nach der letzten Powder-Schicht aktiviert und anschließend gefeilt, wird kein zweites Mal Aktivator benötigt.

Der Ablauf ist:

Powder-Schichten → Aktivator → aushärten lassen → feilen → UV-/LED-Topcoat.

Bei Velair 2in1 Topcoat

Beim Velair 2in1 Topcoat gehört nach dem Feilen ein zweiter Aktivator-Schritt zum vorgesehenen Ablauf.

Der Ablauf ist:

Powder-Schichten → Aktivator → aushärten lassen → feilen → erneut Aktivator → Velair 2in1 Topcoat.

Fehler 5: Feilstaub vor dem nächsten Arbeitsschritt nicht entfernen

Nach dem Feilen sollte der Feilstaub gründlich entfernt werden, bevor mit der Versiegelung beziehungsweise – beim Velair 2in1 Topcoat – mit dem zweiten Aktivator-Schritt weitergearbeitet wird.

Dabei auch die Seiten und den Bereich nahe der Nagelhaut kontrollieren.

Fehler 6: Bei Fast Dry Aktivator zwischen den Schichten verwenden

Auch bei Fast Dry Dipping Powder wird Aktivator nicht zwischen den einzelnen Powder-Schichten verwendet.

Bei NailDip empfehlen wir den Aktivator bei Fast Dry nach der letzten Powder-Schicht. Nachdem die Modellage ausreichend ausgehärtet ist, kann sie gefeilt und geglättet werden.

Besonders bei einem stärkeren Aufbau sowie bei Glitzer- und Effektpowdern empfehlen wir diesen Aktivator-Schritt.

Fehler 7: Mehr Aktivator mit besserer Wirkung gleichsetzen

Mehr Aktivator bedeutet nicht automatisch ein besseres Ergebnis.

Entscheidend ist ein gleichmäßiger Auftrag entsprechend dem vorgesehenen Arbeitsablauf.

Classic und Fast Dry nicht verwechseln

Beim klassischen Dipping Powder gehört der Aktivator nach der letzten Powder-Schicht zum regulären Ablauf.

Bei Fast Dry empfehlen wir diesen Schritt ebenfalls. In beiden Fällen gilt jedoch: Aktivator niemals zwischen die einzelnen Powder-Schichten auftragen.

Eine ausführliche Erklärung zur Funktion und zum Ablauf findest du hier:

→ Wofür braucht man Aktivator beim Dipping Powder?

Fazit

Die häufigsten Fehler beim Aktivator entstehen durch den falschen Zeitpunkt, einen ungleichmäßigen Auftrag oder dadurch, dass der Ablauf des verwendeten Topcoats nicht berücksichtigt wird.

Erst den Powder-Aufbau fertigstellen, dann aktivieren und anschließend feilen. Ob danach ein zweiter Aktivator-Schritt folgt, hängt vom verwendeten Topcoat ab.

→ Zur Dipping Powder Anleitung Schritt für Schritt

→ Fast Dry oder klassisches Dipping Powder – die Unterschiede

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