Warum Glitzerpowder oft komplett anders reagieren
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Glitzerpowder können sich beim Auftragen, beim Aufbau und beim anschließenden Feilen anders verhalten als fein gemahlene Fullcover-Farben.
Der Grund liegt vor allem in der unterschiedlichen Struktur. Neben dem eigentlichen Powder können Glitzerpartikel, Flakes oder andere Effektbestandteile enthalten sein.
Glitzerpartikel verändern die Struktur
Ein fein gemahlenes Farbpulver lässt sich häufig gleichmäßig und geschlossen auftragen. Bei einem Glitzerpowder kommen je nach Produkt zusätzliche Effektbestandteile hinzu.
Dazu können gehören:
- feine oder grobe Glitzerpartikel,
- Flakes,
- Schimmerpigmente,
- oder Effektpartikel in unterschiedlichen Größen und Formen.
Dadurch kann sich das Powder beim Aufnehmen, Verteilen und Feilen anders verhalten als eine fein gemahlene Fullcover-Farbe.
Warum Glitzerpowder mehr Höhe aufbauen können
Gröbere oder unregelmäßig geformte Effektpartikel können mehr Höhe erzeugen als feines Farbpulver. Besonders bei mehreren Schichten kann die Oberfläche deshalb schneller strukturiert oder ungleichmäßig wirken.
Mögliche Folgen sind:
- einzelne hervorstehende Partikel,
- eine unruhige Oberfläche,
- unnötig dicke Bereiche,
- oder ein erhöhter Aufwand beim Feilen.
Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt von der Größe, Form und Menge der enthaltenen Effektpartikel ab.
Glitzerpowder kontrolliert auftragen
Bei Glitzerpowdern sollte nicht automatisch mehr Base oder Powder verwendet werden. Zu viel Material kann Unebenheiten zusätzlich verstärken.
Ich arbeite deshalb lieber mit mehreren kontrollierten Schichten und überprüfe nach jeder Schicht, ob bereits genügend Glitzerpartikel aufgenommen wurden.
Dabei helfen folgende Arbeitsschritte:
- Base dünn und gleichmäßig auftragen,
- Powder vorsichtig aufnehmen,
- lose Partikel gründlich entfernen,
- die Oberfläche vor der nächsten Schicht kontrollieren,
- und nur dort weiteres Material ergänzen, wo es benötigt wird.
Unebene Glitzerpartikel ausgleichen
Gröbere Glitzer- oder Flake-Partikel können nach dem Auftrag aus der Oberfläche herausstehen. Diese sollten nicht unkontrolliert weggefeilt werden, da dadurch der Effekt beschädigt werden kann.
Abhängig vom gewünschten Design kann eine zusätzliche Schicht Clear Powder dabei helfen, die Effektpartikel einzubetten und eine gleichmäßigere Oberfläche für das anschließende Feilen zu schaffen.
Warum ich bei Glitzerpowdern Aktivator empfehle
Fast-Dry-Powder können innerhalb des dafür vorgesehenen Systems ohne zusätzlichen Aktivator verarbeitet werden. Bei Glitzer- und Effektpowdern empfehle ich dennoch einen Aktivator als ergänzenden Arbeitsschritt.
Gröbere Effektpartikel können die gleichmäßige Verteilung der Powder-Bestandteile innerhalb einer Schicht beeinflussen. Der Aktivator unterstützt die Aushärtung des Dipping-Systems vor dem Feilen.
Diese Empfehlung bezieht sich auf das NailDip-System. Bei Produkten anderer Hersteller müssen die jeweiligen Anwendungshinweise beachtet werden.
Materialstärke und Naturnagel berücksichtigen
Wie ein Glitzerpowder verarbeitet werden sollte, hängt nicht nur vom Effekt ab. Auch Nagellänge, Nagelform, Materialstärke und Beanspruchung spielen eine Rolle.
Deshalb kann dieselbe Farbe bei verschiedenen Modellagen unterschiedliche Anforderungen an Aufbau und Feiltechnik stellen.
Meine persönliche Erfahrung
Nach meiner Erfahrung entstehen viele Probleme mit Glitzerpowdern durch zu viel Material oder den Versuch, bereits mit einer einzigen Schicht eine vollständig geschlossene Glitzerfläche zu erzeugen.
Ich arbeite deshalb lieber schrittweise, kontrolliere die Verteilung der Partikel und gleiche die Oberfläche bei Bedarf mit Clear Powder aus.
Fazit
Glitzerpowder können sich aufgrund ihrer Effektpartikel anders verarbeiten lassen als fein gemahlene Fullcover-Farben.
Dünne, kontrollierte Schichten, eine gleichmäßige Verteilung der Partikel und bei Bedarf eine schützende Clear-Schicht erleichtern einen sauberen Aufbau.
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