Wie verarbeitet man Thermopigmente richtig?
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Thermopigmente verändern ihre Farbwirkung abhängig von der Temperatur. Wie sie verarbeitet werden, hängt vom jeweiligen Pigment, vom Trägermaterial und vom gewünschten Nailart-Effekt ab.
Vor der Anwendung sollten deshalb immer die produktspezifischen Hinweise beachtet werden. Nicht jedes Pigment ist automatisch mit jedem Gel, Topcoat oder Dipping-System kompatibel.
Das passende Trägermaterial verwenden
Thermopigmente werden für die Verarbeitung in ein geeignetes Trägermaterial eingearbeitet oder entsprechend der jeweiligen Produktanleitung aufgetragen.
Wichtig ist, dass das verwendete Material:
- für die Anwendung auf Nägeln vorgesehen ist,
- mit dem Thermopigment verarbeitet werden kann,
- zum verwendeten Nagelsystem passt,
- und entsprechend seiner Anleitung ausgehärtet beziehungsweise getrocknet wird.
Ungeprüfte Mischungen verschiedener Produkte können das Ergebnis und die Aushärtung beeinflussen.
Thermopigmente gleichmäßig einarbeiten
Damit der Farbwechsel möglichst gleichmäßig erscheint, sollte das Pigment gleichmäßig im Trägermaterial verteilt werden.
Pigmentansammlungen können dazu führen, dass:
- einzelne Bereiche dunkler oder heller wirken,
- der Farbwechsel ungleichmäßig erscheint,
- die Oberfläche körnig wird,
- oder sich das Material nicht gleichmäßig auftragen lässt.
Das Pigment sollte deshalb sorgfältig und ohne sichtbare Klümpchen eingearbeitet werden.
Mit einer kleinen Pigmentmenge beginnen
Ein allgemeingültiges Mischungsverhältnis lässt sich nicht angeben, da Pigmente und Trägermaterialien unterschiedlich beschaffen sein können.
Zu wenig Pigment kann zu einem schwach sichtbaren Effekt führen. Eine zu große Menge kann dagegen die Konsistenz, den Auftrag und möglicherweise auch die Aushärtung eines UV/LED-Produkts beeinflussen.
Deshalb sollte zunächst mit einer kleinen Menge gearbeitet und der Effekt auf einem Mustertip geprüft werden. Maßgeblich bleiben die Angaben zum konkreten Produkt.
Den Untergrund berücksichtigen
Die Grundfarbe beeinflusst, wie das Thermopigment im warmen und kalten Zustand wahrgenommen wird.
- Ein heller Untergrund kann transparente oder helle Farbphasen stärker sichtbar machen.
- Ein dunkler Untergrund kann einzelne Effekte verändern oder überdecken.
- Ein farbiger Untergrund kann sich optisch mit beiden Farbphasen des Pigments verbinden.
Deshalb sollte nicht nur das Pigment selbst, sondern die vollständige Kombination aus Grundfarbe, Thermopigment und Versiegelung getestet werden.
Den Farbwechsel auf einem Mustertip testen
Vor der Anwendung auf den Nägeln empfiehlt sich ein Test auf einem Mustertip oder Swatch.
Dabei sollte überprüft werden:
- Wie wirkt die kalte Farbphase?
- Wie wirkt die warme Farbphase?
- Ist der Übergang gleichmäßig?
- Passt der Effekt zum gewählten Untergrund?
- Ist die Oberfläche nach der Versiegelung glatt?
Für den Test können warmes und kühles Wasser verwendet werden. Extreme Temperaturen sind dafür nicht erforderlich.
Das Design vollständig versiegeln
Nach der Verarbeitung muss das Thermopigment mit einer zum verwendeten System passenden Versiegelung vollständig abgedeckt werden.
Bei UV/LED-härtenden Produkten müssen die vorgeschriebene Schichtstärke, Lampe und Aushärtungszeit eingehalten werden. Bei nicht UV-härtenden Dip-Systemen gelten die jeweiligen Anwendungshinweise des Systems.
Fazit
Für einen gleichmäßigen Thermoeffekt müssen Pigment, Trägermaterial, Untergrund und Versiegelung aufeinander abgestimmt sein.
Ein allgemeines Mischungsverhältnis gibt es nicht. Deshalb sollte mit einer kleinen Menge begonnen und die vollständige Kombination vor der Anwendung auf einem Mustertip getestet werden.
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