Der häufigste Anfängerfehler beim Dipping Powder hat nichts mit dem Powder zu tun

Wenn Dipping Nails nicht halten, brechen oder Liftings entstehen, vermuten Anfängerinnen häufig zuerst ein Problem mit dem Powder oder den Liquids.

Die Ursache kann jedoch bereits vor dem eigentlichen Dippen liegen. Eine sorgfältige Naturnagelvorbereitung bildet die Grundlage für die folgenden Arbeitsschritte.

Die Naturnagelvorbereitung nicht unterschätzen

Rückstände unsichtbarer Nagelhaut, Feuchtigkeit oder andere Rückstände auf der Nageloberfläche können die Haftung der Modellage beeinträchtigen.

Vor dem Auftragen der Base sollten deshalb insbesondere folgende Punkte kontrolliert werden:

  • Wurde die unsichtbare Nagelhaut sorgfältig entfernt?
  • Ist die Nageloberfläche sauber und trocken?
  • Wurden Staub und Rückstände vollständig entfernt?
  • Wird die Base ohne Kontakt zur Nagelhaut aufgetragen?

Farbe, Glitzer und Versiegelung sind für das fertige Design wichtig. Sie können eine ungeeignete Vorbereitung jedoch nicht ausgleichen.

Zu viel Material ist nicht automatisch stabiler

Ein typischer Fehler beim Einstieg ist ein zu dicker oder ungleichmäßiger Auftrag. Mehr Material bedeutet nicht automatisch mehr Stabilität.

Zu viel oder ungünstig verteiltes Material kann:

  • die Nagelspitze unnötig dick erscheinen lassen,
  • breit wirkende Seiten verursachen,
  • eine unruhige Oberfläche erzeugen,
  • und die anschließende Formgebung erschweren.

Mehrere dünne und kontrolliert aufgetragene Schichten lassen sich häufig gleichmäßiger verteilen. Die benötigte Materialstärke hängt jedoch auch von Nagellänge, Nagelform und Beanspruchung ab.

Fast-Dry-Powder kontrolliert verarbeiten

Fast-Dry-Powder sind für eine schnelle Verarbeitung entwickelt. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Arbeitsschritte hektisch ausgeführt werden müssen.

Vor jedem Auftrag sollte klar sein, wo und wie die Base aufgetragen wird. Ein unkontrollierter Auftrag kann unter anderem zu folgenden Problemen führen:

  • ungleichmäßigen Schichten,
  • unnötig dicken Stellen,
  • unsauberen Rändern,
  • oder Base im Bereich der Nagelhaut.

Dünne Schichten und ein geplanter Arbeitsablauf sind besonders bei schnell reagierenden Produkten wichtig.

Der Aufbau muss zur Nagelform passen

Für die Stabilität ist nicht nur die Produktmenge entscheidend. Das Material sollte passend zur Form, Länge und Beanspruchung des Nagels verteilt werden.

Dabei spielen folgende Punkte eine Rolle:

  • gleichmäßige Schichten,
  • stabile Seitenlinien,
  • eine kontrollierte Materialverteilung,
  • ein zur Nagelform passender Aufbau,
  • und eine geeignete Feiltechnik.

Nicht jeder kurze Nagel benötigt einen stark ausgeprägten Apex. Der Aufbau sollte immer zum jeweiligen Nagel passen.

Die Technik entwickelt sich mit der Übung

Dipping Powder ist eine Arbeitstechnik, bei der mehrere Schritte aufeinander abgestimmt werden müssen. Beim Einstieg ist es deshalb sinnvoll, nicht alle Probleme gleichzeitig lösen zu wollen.

Werden Vorbereitung, Base-Auftrag, Materialmenge, Aufbau und Feiltechnik einzeln kontrolliert, lässt sich leichter erkennen, an welchem Arbeitsschritt eine Korrektur erforderlich ist.

Fazit

Probleme beim Einstieg entstehen nicht automatisch durch ungeeignete Produkte. Häufig lohnt es sich, zuerst die Vorbereitung und die einzelnen Verarbeitungsschritte zu überprüfen.

Eine sorgfältige Naturnagelvorbereitung, kontrollierte Materialmengen und ein zur Nagelform passender Aufbau sind wichtiger als möglichst dicke Schichten oder komplizierte Techniken.

→ Zur Dipping-Powder-Schritt-für-Schritt-Anleitung

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